Von Dienstag 28 September 2021 bis Freitag 31 Dezember 2021 DIEKIRCH
Verwüstete Ortschaften, zerstörte Infrastrukturen, vermisste Familienangehörige, verwesende Tierkadaver, Angst vor Seuchen und scharfer Kriegsmunition… in vielfacher Hinsicht ging auch nach dem Scheitern der Ardennenoffensive und der endgültigen Befreiung Luxemburgs im Februar 1945 der Krieg in den Köpfen der Menschen weiter. Mehr als 18.000 private Häuser waren beschädigt, davon mehr als 3.000 so schwer, dass sie nur noch unbewohnbaren und einstürzenden Ruinen glichen. Neben den 108.000 direkt von den Kriegsschäden Betroffenen waren zudem noch zahlreiche Luxemburger von ihrer Heimat abgeschnitten. Zwangsrekrutierte Kriegsgefangene in deutscher Uniform, Häftlinge in deutschen Konzentrationslagern und Gefängnissen, aus politischen Ursachen „Umgesiedelte“, im Reich „Dienstverpflichtete“, Kriegsflüchtlinge – sie alle mussten sich nach der endgültigen Niederlage Nazideutschlands am 8. Mai 1945 unter chaotischen Bedingungen nach Hause durchschlagen. Repatriierung - Wiederaufbau - Neuanfang. So lautete die gewaltige Herausforderung, welcher sich das Großherzogtum stellen musste, um die Versorgung des Landes, das Wiederbeleben seiner brachliegenden Wirtschaft und die Instandsetzung der zerstörten Ortschaften in Angriff zu nehmen. Durch Beleuchtung der privaten und staatlichen, nationalen und internationalen Hilfsinitiativen, aber auch der Missstände des Rekonstruktionsprozesses will diese Ausstellung einen Beitrag zur Aufarbeitung dieses historiographisch noch wenig erforschten Themenfeldes liefern.
Musée National d'Histoire Militaire
Bamertal | L-9209 DIEKIRCH
Array : 5 €
Array : 3 €
B.P. 12
L-9401 Vianden
Grand-Duché de Luxembourg
T. +352 26 95 05 66
E.