Sein oder Nichtsein
Komödie von Nick Whitby nach dem Film „To Be or Not To Be“ von Ernst Lubitsch
Hamlet steht auf dem Spielplan, an einem polnischen Stadttheater kurz vor Beginn des 2. Weltkriegs. In der Titelrolle: der selbsternannte Star des Ensembles Josef Tura. Dass der junge Offizier, der zum Entsetzen des Großschauspielers regelmäßig während seines Monologs („Sein oder Nichtsein“) den Saal verlässt, sich währenddessen in der Garderobe mit Turas Frau Maria trifft, ahnt dieser nicht. Tagsüber wird am Polski-Theater die schwarze Komödie „Gestapo“ probiert. Aus Angst, Hitler zu verärgern, verbietet die Regierung in vorauseilendem Gehorsam die Produktion. Gleichwohl marschieren kurz darauf die Deutschen in Polen ein. Marias Verehrer taucht einige Zeit später erneut auf, als Vertreter der polnischen Widerstandsbewegung. Er bittet das Ensemble darum, ihm bei der Eliminierung eines Professors zu helfen, der die im polnischen Untergrund aktive Résistance an die Gestapo verraten will. Um an die Dokumente des Verräters zu kommen, schlüpft Tura in die eigentliche Rolle seines Lebens und verwandelt sich in einen Gestapo-Offizier. Im zum Gestapo-Hauptquartier umdekorierten, von Nazi-Darstellern bevölkerten Polski-Theater beginnt nun ein irrwitziges Spiel, buchstäblich um Sein oder Nichtsein, Leben und Tod. Ernst Lubitsch drehte seine ikonische Komödie Sein oder Nichtsein 1942 im amerikanischen Exil, nach einer Vorlage des ungarischen Autors Melchior Lengyer. Der Film erzählt ebenso wie diese packende Bühnenfassung auf bitterböse, hochkomische und immer zutiefst humane Weise von der Kraft des Theaters und des Humors in finsteren Zeiten.
Produktion Théâtre National du Luxembourg, Saarländisches Staatstheater, TAK Theater Liechtenstein, CAPE – Centre des Arts Pluriels Ettelbruck
Générique :
Felix Adams, Mark Baum, Luc Feit, Bernd Geiling, Wolfram Koch, Nora Koenig, Ulrich Kuhlmann, Jacqueline Macaulay, Christiani Wetter : mit
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Frank Hoffmann : Regie
Florian Hirsch : Dramaturgie
Christoph Rasche : Bühne
Jasna Bosnjak : Kostüme
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René Nuss : Musik
Edwin Justus Mayer & Melchior Lengyel : Drehbuch