Dekanatskirche

Wo? Place des Tilleuls, L-9575 Wiltz

Die Wiltzer Dekanatskirche ist zweischiffig und wurde in vielen Zeitabständen erbaut, immer wieder zerstört, vergrößert und umgeändert. Ein Besuch ermöglicht einen Einblick in die turbulente Vergangenheit des Gebäudes.

Der Unterbau des Turmes war möglicherweise als römischer Wachtturm um das Jahr 300 errichtet worden. Er scheint zuerst als Turm allein gestanden zu haben, und wurde erst später zum Chor der ersten Kirche.Der heutige alte Teil der Kirche stammt aus dem Jahr 1510. Im selben Jahr wurde auch das Dach des Kirchturms erstellt. Im Kellergeschoß des Turmes befand sich die Grabkammer der Schlossfamilie. Die Niederwiltzer Turmuhr funktionierte schon vor 300 Jahren. Bemerkenswert sind die beiden Nebenaltäre, die als Zunftaltäre in den Jahren 1720 und 1722 errichtet wurden, sowie der alte Predigstuhl. Die Grabkammer der Schlossfamilie wurde erstmals 1844 geöffnet. In dem 12 x 8 x 5,5 Fuß großen Gewölbe fand man zwei Särge und die Gebeine von vier Toten.Ein zweites Mal wurde das Grab 1859 geöffnet und nachdem alles protokollarisch festgehalten war, wieder verschlossen. Beim Umbau der Kirche 1937.1938 schüttete man alle Gebeine, die man auf dem früheren Friedhof fand, in diese Gruft, die dadurch zum großen Teil gefüllt war. Der Adel war nun mit dem Volke vereint. 1968 brachte man alle Gebeine zum neuen Friedhof und renovierte das alte Gotteshaus, das in der Ardennenoffensive schwer beschädigt und 1946 wieder aufgebaut worden war. Im Innern kann man einige Grabsteine der Edlen von Wiltz bewundern.

Öffnungszeiten

Kontakt

Adresse: Decanal church
Place des Tilleuls
L-9575 Wiltz
Auf Karte anzeigen

Ähnliche Sehenswürdigkeiten

©385BGMM
385th US-Bomb Group Museum Perlé
Entdecken Sie in diesem Militärmuseum die unglückliche Geschichte zweier US-Bomber, die nahe Perlé zusammengestoßen sind.
Mehr erfahren
©Visit Éislek
Bourscheid Hougeriicht – Hochgericht
Im 15. oder 16. Jahrhundert fand in Bourscheid ein Hexenprozess statt, in dem teuflische Pakte und Verschwörungen gegen Gottes Schöpfung angeklagt wurden. Dieses düstere Kapitel spiegelt eine wichtige Periode der Hexenverfolgung in Luxemburg wider, die durch soziale Unruhen, wirtschaftliche Kämpfe und die Angst vor einem mysteriösen Hexenkult angeheizt wurde.
Mehr erfahren
©DCK
Ehemalige Dorfmühle Weiswampach
Das Dorf Weiswampach nimmt in der Geschichte des Éislek einen besonderen Platz ein. Während die meisten Mühlen in der Region durch das Mühlengesetz gebunden und somit Bannmühlen waren, bildete die Weiswampacher Mühle eine bemerkenswerte Ausnahme. Dieses Mühlengesetz zwang die Dorfbewohner, eine bestimmte Mühle zu benutzen und Abgaben an den örtlichen Grundherrn zu entrichten. Obwohl die Mühle selbst nicht mehr existiert, zeigt ihre Geschichte die Komplexität der Geschichte und die Art und Weise, wie lokale Umstände manchmal starren Systemen trotzen konnten.
Mehr erfahren
©Visit Clervaux
gratis
mit demLuxembourgPass
Museum Bataille et Châteaux - Ardennenoffensive und Schlossmodelle
Gönnen Sie sich eine Reise in die Vergangenheit und in andere Dimensionen! Diese einzigartige Ausstellung eignet sich für Groß und Klein gleichermaßen. Hier kann man Geschichte auf neue Weise entdecken.
Mehr erfahren
©Visit Éislek
Bunker Kaundorf
Dieser Bunker aus dem 2. Weltkrieg, in dem desertierte Zwangsrekrutierte sich bis zur Befreiung versteckten, ist über einen ca. 1 km-langen Fußweg zu erreichen. Der Spaziergang lohnt sich allemal, da Wanderer in der Nähe des Bunkers durch eine beeindruckende Aussicht über den Obersauer-Stausee belohnt werden.
Mehr erfahren
Sankt-Rochus Kirche Insenborn
Entdecken Sie die neugotische Pracht der Insenborner Kirche, erbaut nach Plänen von Architekt Biver im Jahr 1861.
Mehr erfahren
©Industrie.lu
Antimonmine – Stillgelegte Mine
Inmitten der ruhigen Landschaft offenbart die Geologie von Goesdorf Überreste von Schächten und Stollen und bewahrt so das Erbe dieses "Schmelzerdorfes".
Mehr erfahren
©Communes de Witz
Gierwerei – Lederindustrie
Wiltz: Wo Leder einen globalen Markt fand
Mehr erfahren
©Visit Éislek
Kapelle St. Kunigunde
Die St. Kunigunde-Kapelle im Heiderscheidergrund, ein bemerkenswertes Beispiel für die kirchliche historistische Architektur des 19. Jahrhunderts in Luxemburg, besticht durch ihr neugotisches Design, spätgotische Skulpturen, Statuen aus dem 18. Jahrhundert und Glasmalereien.
Mehr erfahren